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Heilen mit den Händen




Eine der ältesten Heilmethoden unserer Menschheit ist das Heilen mit den Händen. Wir als Ausbildungsstätte der traditionellen Medizin haben uns sehr mit dem Heilen mit den Händen beschäftigt. Auch geben wir unser Wissen an unsere Studierenden weiter. Die Hände haben sich im Laufe der Evolution aus den Vorderfüssen der Vierfüsser entwickelt. Für diese vielfältigen Funktionen und Aufgaben besitzen wir in der Hand ein sehr dichtes und differenziertes Netz von Nervenzellen: mit etwa 17'000 Berührungs-, Vibration- und Druckrezeptoren in der sowie etwa 700 Rezeptoren in jedem Finger. Die Sensorendichte im Körper ist an der Zungenspitze und an den Fingerkuppen am höchsten. Aus diesem Umstand leitet sich das sprichwörtliche "Fingerspitzengefühl" ab. Im zugehörigen Areal im Gehirn finden entsprechend grosse Bereiche der Informationssteuerung für unsere Hände und Steuerung der Fingermotorik. Die Hand hat seit Bestehen der Menschheit eine grosse Symbolkraft. Findet man in den Höhlenbemalung oft einfach aufgedruckte Hände. Durch die Berührung mit den Händen erfahren wir oft eine magische Erfahrung. Was machen wir bei Schmerzen und Unwohl sein? Automatisch legen wir unsere Hände auf diesen Bereich und unbewusst geben wir unsere Heilkraft in diesen Bereich weiter. Beim Händeauflegen spielt das Oxytocin eine grosse Rolle. Es wurde hauptsächlich als Hormon für die Einleitung der Geburt und für den Milcheinschuss bei der Mutter bekannt.

Es ist ein Hormon, das aus neun Aminosäuren besteht. In den letzten Jahren entdeckte man auch seine Aufgabe für die körperliche Erholung und Genesung sowie die Steuerung des Sozialverhaltens.

Dieses Hormon bewirkt einen ruhigeren und kräftigeren Herzschlag, beschleunigt die Harnausscheidung durch die Niere, reduziert den Blutdruck und hat einen günstigen Einfluss auf den Fettstoffwechsel.

Diese Wirkungen sind insgesamt charakteristisch für eine gesunde Lebensweise. Daneben verbessert das Hormon die Wundheilung, und gibt es Hinweise, dass es das Wachstum von Krebszellen verlangsamen kann.

Die Ausschüttung von Oxytocin wird durch Berührung, angenehmen Körperkontakt, Umarmung, Streicheln und Massieren hervorgerufen.

Es liegt also nahe, dass ein direkter Zusammenhang zwischen dem Handauflegen und der Oxytocinbereitstellung besteht. Für diesen Aspekt des Wirkmechanismus spricht auch, dass beim Handauflegen die erwünschten Effekte erst im Verlauf von mehreren Sekunden bis wenigen Minuten eintreten. Für eine komplette Sitzung mit unterschiedlichen Handpositionen sollte daher mindestens eine Viertelstunde eingeplant werden, um einen spürbaren Effekt zu erzielen.

Zusätzlich kann die Oxytocinausschüttung durch Geruchs-, Klang- und Lichtstimulation unterstützt werden. Auch beim Singen erhöht sich messbar der Oxytocinspiegel im Blut.

Der Umstand, dass das Ausmass der Oxytocinwirkung von der Bereitschaft des Zielorgans abhängt, erklärt auch, dass der Effekt des Handauflegens mit der Anzahl der Sitzungen spürbar gesteigert werden kann. Ja, man kann regelrecht von einem Trainingseffekt sprechen.

Daher wird in komplexen Fällen immer eine mehrfache Wiederholung der Behandlung, unter Umständen sogar mehrmals täglich geraten.

Es wird sogar über einen gewissen Zeitraum die tägliche Selbstbehandlung empfohlen, damit sie an sich selbst das veränderte Körperempfinden wahrnehmen können.

Zusammen mit der geistigen Einstellung und der geistigen Steuerung wird ebenfalls Oxytocin bereitgestellt. Und somit unterstützt.

Dieser Umstand erklärt die Steigerung der Wirkung des Handauflegens, die die geistige Steuerung mit sich bringt.

Durch die zusätzliche geistige Steuerung kann bei den Klienten eine deutliche intensivere Empfindung auslösen. Hier zeige ich euch, wie ihr selbst für euch die Hände auflegen könnt.

  1. Zuerst lege deine Hände über die Brust auf die Herzgegend. Atme langsam mehrmals tief ein und aus. Alle negativen Gedanken atme aus und alles positive, alles was du dir wünscht atme ein. Mache das solange, bist du dich entspannt, ruhig und wohl fühlst.

  2. Dann lege deine Hände dort auf, wo du Spannung und Unwohlsein fühlst. Hast du zum Beispiel ein schmerzendes Knie, lege deine Hände auf dieses schmerzende Knie. Atme wieder mehrmals tief ein und aus. Beim Ausatmen stellst du dir vor wie du diesen Schmerz hinaus atmest und beim einatmen stellst du dir vor wie heilende Energie aus dem Kosmos oder je nach deinem Glaubenssystem von Gott, Jesus und so weiter heilende Energie in dich hinein fliesst. Manchmal kann man diese heilende Energie auch als Farbe sehen. Sei es ein weisses, goldenes, violettes oder eine andere Farbe. Je nach Heilwirkung kann sich die Farbe verändern. Atme ein und atme aus, bis du dich wohl fühlst.

  3. Du kannst nun zu anderen Bereichen deines Körpers gehen.

  4. Bleibe dann noch eine Weile sitzen und spüre die Veränderung deines Körpers nach. So kann sich die Veränderung in deinen Zellen integrieren.

  5. Am Schluss bedanke dich, wasche deine Hände und lüfte den Raum.

So kannst du auch etwas Gutes für dich tun. Natürlich kannst du auch jemandem anderen die Hände auflegen. Am besten ist es einfach zu tun und die Erfahrung mit dir nehmen.

Ich bin natürlich gespannt auf deine Erfahrung. Du darfst mir diese mitteilen. info@ozeanos.ch

Beatrice Styger

 

 

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